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Instrumentalunterricht:
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Geige / Cello / Bratsche
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Die Geige (Violine) spielt gerade in der Kammermusik eine dominierende Rolle, da ihre Variabilität im Klang und die individuelle Ausdruckskraft sie auszeichnet. Bei der Geige und auch beim Cello ist ein möglichst früher Unterrichtsbeginn, bereits ab dem 6. Lebensjahr, zu empfehlen. Die für die Kinder ungewohnten Bewegungsabläufe erfordern ruhiges und intensives Üben. Spieltechnik und Tongebung wollen mit Geduld und Konzentration erlernt werden. Im Allgemeinen wird der Schüler entsprechend seiner Größe mit einem “kleinen” Instrument (1/4- oder 1/2- Instrument) beginnen. Nach dem Wechsel auf die 3/4- Geige spielen die Kinder etwa ab dem 11. Lebensjahr auf einer ganzen Geige bzw. Cello.
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Kontrabass
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Der Kontrabass gehört auch zur vierköpfigen Familie der Streichinstrumente. Er entstand bereits vor über 450 Jahren und existierte anfangs sowohl in Violin- als auch in Gambenform. Durch die Verschmelzung dieser beiden Typen ist er bis heute erhalten geblieben. Sein Einsatz wird in sämtlichen Musikepochen seit dem 16. Jhd. gefordert, anfangs nur als Fundament-Instrument, seit der Klassik jedoch auch als Melodien-Instrument. Der Aufgabenbereich eines Kontrabassisten reicht von der klassischen Musik über Jazz, Rock, Pop bis zur Unterhaltungsmusik. Bei einem Anfangsalter unter 10 Jahren ist eine über- durchschnittlich entwickelte Konzentrationsfähigkeit von Vorteil.
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Gitarre
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Die Gitarre ist “das meistgespielte Instrument der Welt - in allen Bereichen der Musik: Klassik, Jazz, Flamenco, Folk, Blues, Rock und Pop” (Joachim Berendt). An ein so vielseitiges Instrument werden natürlich die unterschiedlichsten musikalischen Neigungen herangetragen. Der Gitarrenunterricht der Musikschule versucht dem gerecht zu werden, richtet sich also grund- sätzlich an alle Interessierten. Bei der Grundausbildung, die bereits ab 6 Jahren erfolgen kann, dient als Leitfaden zunächst das Erlernen des Melodienspiels nach Noten auf der klassischen Gitarre. Es ist die Voraussetzung für ein Zusammenspiel mit anderen, also einer wesentlichen musikalischen Grunderfahrung.
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E-Gitarre / Bassgitarre
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Das Erlernen der E-Gitarre / Bassgitarre stellt in diesem Sinne eine Erweiterung um spezielle Spielweise dar (Plektrumspiel), Solo-Improvisation etc.) Bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen mit Vorkenntnissen geht der Unterricht selbstverständlich von Anfang an auf die differenzierten Vorstellungen ein, sei es nun Jazz-Improvisation, Liedbegleitung Punk etc. Die vermittelten Unterrichtsinhalte bei der Bassgitarre sind: Spieltechniken, Notenschrift, Harmonik, Rhythmik, Akkordsymbolik, Improvisationstechnik. Je nach Übungsfleiß und Alter sind schon nach einem Jahr gute Ergebnisse erkennbar.
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Blockflöte
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Die Blockflöte ist sicherlich das bekannteste, aber auch das am meisten verkannte Instrument. Das Einstiegsalter liegt bei 6 bis 8 Jahren. Als Anfangsinstrument gilt die Originalsopranflöte (Doppelloch Barocke Griffweise). Nach ca. 2 Jahren kommt die Altblockflöte hinzu. Nach dem Erlernen dieser beiden Typen können sowohl Tenor- als auch Bassflöte gespielt werden. Im Unterricht werden Anfänger schnell an das zweistimmige Spiel herangeführt. Wenn die Spieler einigermaßen rhythmische Sicherheit haben, besteht die Möglichkeit in Blockflötenensembles oder mit anderen Instrumenten kammer- musikalisch zu musizieren.
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Querflöte
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Heute gibt es kaum einen Bereich der Musizierpraxis, an dem die Querflöte nicht Anteil hätte. Das gilt auch für die Unter- haltungsmusik und den Jazz sowie die Einbeziehung von theatralischen Elementen. Mit dem Flötenspiel kann das Kind beginnen - sobald die körperlichen Voraussetzungen dafür vorhanden sind - das Instrument ohne Ermüdungserscheinungen und ohne Verkrampfungen der Arme und Hände längere Zeit zu halten, d. h. etwa im Alter von 8 bis 9 Jahren. Im Allgemeinen wird der Flötenschüler mit der “normalen” Böhmflöte (in C) beginnen. Eine sinnvolle Kombination von Einzel- und Gruppenunterricht ist inzwischen vielfach erprobt und als bewährt anzusehen.
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Oboe
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Oboen wurden in der antiken Welt entwickelt. Das 18. und 19. Jahrhundert perfektionierte ihre technische Wendigkeit. Durch die Jahrtausende behauptete die Oboe ihren Platz im Musikleben als Solo-, Kammermusik- und Orchesterinstrument. Deshalb ist es wichtig, ihre 4800 Jahre alte Tradition zu pflegen, sie zu studieren und ihren einmaligen Klang lieben zu lernen. Der Unterricht kann mit etwa 8 Jahren beginnen. Anomalien im Mund und Nasenraum sollen nicht vorhanden sein, Kiefer- regulierungen behindern in der Regel nicht.
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Klarinette
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Der Reichtum an Klangfarben, die Fähigkeit zu starken Kontrasten sowie figurative Beweglichkeit machen von Anfang an die Attraktivität der Klarinette aus. Aventgarde, Jazz, sowie viele andere Stilrichtungen unserer Tage geben Zeugnis von der unablässigen Suche nach neuen Techniken und Ausdrucksformen. Für den Unterrichtsbeginn gilt, dass der Zahnwechsel abgeschlossen sein sollte. Im Normalfall empfiehlt sich der Beginn mit der Klarinette in B. In der Regel kann der Unterricht mit dem 10. Lebensjahr beginnen. Vorkenntnisse auf der Blockflöte sind vorteilhaft. Später ist das Einbeziehen der Klarinette in A wünschenswert.
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Saxophon
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Die Musik des Saxophons hat schon eine Tradition seit 150 Jahren. Es verbindet Prinzipien verschiedener Instrumenten- familien. Durch die Verwendung des Rohrblattes gehört es trotz seines aus Metall gefertigten Korpus zur Familie der Holz- blasinstrumente. Im allgemeinen sollte der Unterricht nicht vor dem 10. Lebensjahr aufgenommen werden. Der Schüler sollte einen normalen Zahnwuchs aufweisen. Der Unterricht kann auf allen Saxophonen (Sopran, Alt Tenor, Bariton) erteilt werden. Da das Altsaxophon durch seine kleinere Bauart für 10-jährige Kinder am besten geeignet ist, wird in der Regel mit dem Altsaxophon begonnen.
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Trompete
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In der Jazz-, Volks- und Unterhaltungsmusik ist die Trompete ein führendes Instrument. Sowohl im traditionellen Blas- orchester als auch im Jazzbereich werden - neben der Trompete - auch das Flügehorn und das Kornett verwendet. Das Hauptanliegen der Musikschule ist es, die Instrumentalschüler zu einem gemeinsamen Musizieren zu befähigen und mit dem Einsatz in einem Ensemble so früh wie möglich zu beginnen. Der Unterricht kann mit dem 8. Lebensjahr beginnen, aller- dings sollte der Zahnwechsel abgeschlossen sein. Gerader Zahnwuchs und normaler Körperbau sind wichtige Voraus- setzungen.
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Posaune
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Die Posaune entwickelte sich aus der Familie der Trompeteninstrumente als eine selbstständige Gattung fort. In der Musik- literatur wurden der Posaune neben Aufgaben im sakralen Bereich Partien in der Oper (seit Monteverdi), in Oratorien, Messen und der Sinfonik (seit Beethoven) anvertraut. In der zeitgenössischen Musik nimmt sie in einem weiter wachsenden Maße einen gewichtigen Rang ein, auch als Soloinstrument. Eine sehr große Verbreitung hat die Posaune in Posaunenchören, Blasorchestern und in der Tanz- und Jazzmusik gefunden. Wie bei der Trompete sollte beim Unterrichtsbeginn der Zahn- wechsel bereits erfolgt sein.
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Horn
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Das Horn als Signalinstrument aus Tier- oder Muschelhorn ist schon aus vorgeschichtlicher Zeit bekannt. Das Horn in seiner heutigen Form hat sich aus dem Jagd- oder Waldhorn zu einem Instrument gewandelt, das aus der Kunstmusik nicht mehr wegzudenken ist. Das Horn hat einen immensen Tonumfang von grob gerechnet vier Oktaven. Wenn man den Tonumfang anderer Blasinstrumente zum Vergleich heranzieht, nehmen sie sich neben dem Horn geradezu bescheiden aus. Dieser riesige Umfang nach unten und nach oben verlangt nach Spezialisierung des Spielers und auch des Instruments. Der Zahnwechsel sollte bereits erfolgt sein.
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Klavier
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Das Klavier spielt in der Instrumentalausbildung eine zentrale Rolle. Es bietet Beweglichkeit und das Klangspektrum eines ganzen Orchesters. Je nach persönlicher Neigung stehen die klassische oder die moderne Sparte offen, wobei die Ent- scheidung zwischen “Bach oder Boogie” meist erst im Laufe der Ausbildung fällt. Das Klavier findet vorherrschend als Solo- instrument Verwendung und bietet eine besonders umfassende Grundlage für einen eventuellen späteren Wechsel auf andere Tasteninstrumente wie Cembalo, Pfeifenorgel, elektronische Instrumente oder Akkordeon. Die Grundausbildung kann ab einem Alter von 6 bis 8 Jahren beginnen.
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Keyboard
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Die elektronischen Klangmöglichkeiten machen das Keyboard zu einer kreativen “Klang- und Spielkiste” sondergleichen und bereits in der Elementarausbildung wird mit Klangspielen und -experimenten zu unterschiedlichster Gestaltung angeregt. Weiter können Folklore, Neue Musik und Improvisation jeglicher Ausprägung Berücksichtigung finden. Für das Erlernen des Spiels auf den Keyboard-Instrumenten gibt es keine besonderen physiologischen Voraussetzungen wie beispielsweise bei Blas- instrumenten. Mit dem Unterricht kann früh (mit etwa 7 bis 8 Jahren, auch schon im frühinstrumentalen Unterricht) begonnen werden, aber auch später, selbst im Erwachsenenalter.
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Akkordeon
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Traditionsgemäß wird das Akkordeon oft nur mit volkstümlicher und unterhaltender Musik in Zusammenhang gebracht. Dabei ist das Akkordeon ein klanglich und stilistisch vielseitiges Instrument, das sich sowohl zum solistischen als auch zum kammermusikalischen Musizieren eignet und in neuerer Zeit vermehrt im Pop und Jazz eingesetzt wird. Dank verschiedener Größenmodelle lässt es sich bereits ab einem Alter von 8 Jahren erlernen. In den ersten Jahren wird meist ein Schülerinstru- ment benutzt. Danach kann direkt auf ein 120-Bass-Akkordeon umgestiegen werden.
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Schlagzeug
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Kaum ein anderes Instrument wie das Schlagzeug bietet eine solche Vielfalt an Instrumentenarten als auch Stilrichtungen an, die von Afro-cubanischen und lateinamerikanischen Rhythmen bis zu Stilistiken wie z. B. Rock, Jazz, Funk, Fusion, Big Band und Solokonzepten reichen. Der Schlagzeugunterricht kann bereits im Anschluss an den Elementarunterricht beginnen (6 bis 8 Jahre). Zunächst lernt das Kind grundlegende Schlagtechnik, im Anfang nur auf der kleinen Trommel. Anschließend (ca. nach einem halben Jahr) beginnt der Unterricht am Drum-Set, ergänzend zur kleinen Trommel. Ferner kann auch (bei der Klassischen Schlagzeugausbildung) das “Malletspielen” (Xylophon, Glockenspiel, Vibraphon) unterrichtet werden.
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Gesang
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Stimmbildnerische Betreuung sollte bei Kindern in der musikalischen Früherziehung an leicht singbaren Liedern beginnen. Der solistische Gesangsunterricht sollte nicht vor dem Stimmbruch einsetzen, d. h. bei Mädchen mit ca. 15 Jahren, bei Jungen mit ca. 16 Jahren. Im Vordergrund steht zunächst ein richtiger Umgang mit dem “Instrument Stimme”. Dieser beinhaltet das Erlernen korrekter “sängerischer Haltung und Atmung”, sowie technische Übungen zur Sicherung des Tonansatzes und der Erweiterung des Stimmumfanges. Je nach Fortschritt kann dann Literatur vielfältigster Schwierigkeitsgrade und Stilrich- tungen (Lied/Oratorium/Oper/Musical etc.) zum Einsatz kommen.
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